WordPress Fehler

So löst du die 4 häufigsten WordPress-Fehler

Im Support führen wir tausende Chat-Konversationen pro Monat und helfen unseren Kunden täglich dabei, Fehlermeldungen und Probleme mit ihren WordPress-Seiten zu lösen. In unserem Artikel zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du vier der häufigsten WordPress-Fehler beseitigst.

Kein anderes Content Management System (CMS) ist so einfach zu bedienen wie WordPress: Themes und Plugins sind mit wenigen Klicks installiert und verwaltet, ohne dass du große technische Vorkenntnisse benötigst. Mit einem Marktanteil von über 30 Prozent ist WordPress quasi zum Betriebssystem des Internets geworden.

Durch die einfache Bedienbarkeit, die aktive Community und die vielfältigen Möglichkeiten, deine Seiten zu individualisieren, ist WordPress perfekt für das heutige Web. Umso größer ist der Frust, wenn dein WordPress plötzlich Probleme macht. Doch kein Grund zur Panik! Ich zeige dir heute, wie du vier typische WordPress-Fehler schnell, einfach und selbstständig löst.

Unsere Tipps zur Behebung typischer WordPress-Fehler

Um dich bei der Fehlerbehebung bestmöglich zu unterstützen und das Wissen aus unserer jahrelangen Support-Erfahrung zu teilen, erkläre ich dir heute die möglichen Ursachen und die entsprechenden Lösungswege für vier typische WordPress-Probleme.

WordPress-Fehler #1: White Screen of Death

WordPress-Fehler: White Screen of Death

Der “White Screen of Death” (WSOD) ist eine Analogie zum Blue Screen of Death, welcher bei Windows bei einen System-Crash angezeigt wird. Wie der Name schon sagt, bleibt beim WSOD die Website, im Frontend oder Backend (wp-admin), einfach weiß – ohne Fehlermeldung oder weitere Informationen.

Mögliche Ursachen und Lösungen für White Screen of Death

Ursache 1: Inkompatible Plugins oder Themes

Der Fehler wird sehr häufig durch eine fehlerbehaftete Kombination von Plugins oder Themes verursacht, wie zum Beispiel:

  • Ein Plugin ist nicht mit einem anderen Plugin oder mit dem aktiven Theme kompatibel.
  • Ein Plugin/Theme wurde via S/FTP doppelt hochgeladen in verschiedenen Versionen.
  • Ein Plugin/Theme ist nicht mit der eingestellten PHP-Version nutzbar.

Durch einen dieser Fehler verfällt WordPress in eine Schockstarre und provoziert den White Screen of Death.

Problemanalyse: Sind deine Plugins und Themes inkompatibel?

Der erste Ansatz besteht darin, seine jüngsten Änderungen rückgängig zu machen. Überlege, welche Änderungen du vorgenommen hast. Hast du vielleicht ein neues Plugin installiert oder ein Theme gewechselt? Auch Updates von Plugins und Themes können zu diesem Fehlverhalten fühlen.

Zunächst solltest du feststellen, ob der Fehler auf allen oder nur auf bestimmten Seiten auftritt. Ist zum Beispiel nur deine Kontaktseite betroffen? Wenn du auf dieser gerade ein Kontaktformular eingebunden hast, lässt sich daraus schließen, dass eben dieses Kontaktformular-Plugin für den WSOD verantwortlich ist.

Tritt der White Screen of Death im gesamten Frontend auf allen URLs auf? Dann kann es das Theme selbst oder ein Plugin sein, welches auf allen Seiten eingebunden wird – beispielsweise ein Widget im Footer, ein Slider im Header oder ein Plugin für die Navigation.

Wenn es auch beim Aufrufen des Backends (deineseite.com/wp-admin) weiß bleibt, ist es höchstwahrscheinlich das Theme oder eine Fehlkonfiguration des Webservers.  

Du möchtest unsere neusten Artikel und News rund um WordPress erhalten?

Dann abonniere jetzt unsere kostenlosen WP-News!

Ja, ich bin mit der Datenverarbeitung einverstanden.

Überprüfe deinen Debugging-Log!

Oft hilft ein Blick in den error.log deines Servers oder den Debugging-Log von WordPress selbst (WP-DEBUG). Diesen kannst aktivieren, indem du die wp-config.php deiner WP-Installation bearbeitest und vor /* That’s all, stop editing! Happy blogging. */ folgende Zeilen einfügst:

define('WP_DEBUG',true);

define('WP_DEBUG_DISPLAY',true);

Falls deine Installation schon einen ‘WP_DEBUG’-Eintrag besitzt, dieser aber auf false steht, kannst du diesen Wert einfach auf true ändern und musst lediglich die folgende Zeile daruntersetzen:

define('WP_DEBUG_DISPLAY',true);

Wenn du dann deine Problemseite erneut aufrufst, erhältst du die entsprechenden Gründe für Fehler, anstatt der weißen Seite. Die Fehler, die mit Fatal- oder Parse-Error anfangen, sind meist die, die den White Screen of Death verursachen.

Übrigens: Bei RAIDBOXES kannst du den Debugging-Log einfach mit einem Klick in deinen BOX-Einstellungen einschalten. Die Ausgabe des Debug-Log erhältst du unter dem in deinen Einstellungen genannten Link.

WP-Debug_RAIDBOXES

Nun kannst du genau sehen, welche Datei an welcher Stelle einen Fehler erzeugt und warum dieser auftritt. Zur Veranschaulichung habe ich ein Beispiel für dich im Gepäck. Wir sehen hier im Parse-Error folgende Information:

Debugging-Log

Der Fehler tritt also auf:

  • In der Datei /wp-content/plugins/contact-form-7/wp-contact-form-7.php
  • In Zeile 12
  • Anscheinend gibt es dort ein unerwartetes Zeichen, in diesem Fall ein “<”.
Bei inkompatiblen Plugins & Themes gibt es folgende Lösungsansätze:

Lösung 1: Wenn du kannst, spiele ein Backup wieder ein. Damit stellst du deine WordPress-Installation einfach auf den Stand vor dem Auftreten des Fehlers zurück.

Lösung 2: Wenn du kein Backup besitzt, bleibt dir keine andere Wahl als per S/FTP den Ordner des verdächtigen Plugins oder Themes umzubenennen. Dadurch wird dieses deaktiviert. In unserem Beispiel wäre es der Ordner des Plugins “Contact Form 7”.

Sollte dir unklar sein, welches Plugin den Fehler verursacht, versuche Folgendes: Benenne nach und nach alle Plugin/Theme-Ordner um. Verschwindet der Fehler nach dem Umbenennen eines Ordners, hast du den Übeltäter identifiziert. Als RAIDBOXES Kunde, kannst du für das Deaktivieren auch einfach die Plugin- und Theme-Verwaltung im RB-Dashboard nutzen. 

Tipp: Oft ist das Problem einfach ein umbenannter Theme-Ordner, daher solltest du diesen via S/FTP auf die richtige Schreibweise überprüfen!

Ursache 2: Server-Fehler

1) Problem: Zu wenig PHP Memory Limit

Die typische Fehlermeldung im error.log dazu lautet:
“Fatal error: Allowed memory size of XXXX bytes exhausted (tried to allocate XXXX bytes) in…”

Des Weiteren kann es eine weiße Seite geben, auf der die Fehlermeldung Internal Server Error erscheint.

Was hier passiert ist Folgendes:
Eine PHP-Aufgabe verbraucht mehr Arbeitsspeicher als der vom Hoster festgelegte Wert zulässt.

Lösung: In diesem Fall reicht es meist aus, in die wp-config.php folgende Zeile einzufügen:

define('WP_MEMORY_LIMIT','256M')

Das ‘256M’ steht dabei für die Höhe des zu verbrauchenden RAMs in MB. Denkbar wäre also zum Beispiel auch ‘512M’ für 512MB.

Hierbei solltest du allerdings bedenken, dass ein zu hoher Wert deine Seite zum kompletten Absturz bringen kann. Folglich solltest du dein PHP Memory Limit nur dann hochsetzen, wenn dein Tarif den entsprechenden Arbeitsspeicher zur Verfügung stellt. Wenn du in deinem Tarif nur wenig RAM besitzt, solltest du über ein Tarif-Upgrade bei deinem Hoster nachdenken.

2) Problem: Max Execution Time überschritten

Bei der Installation von größeren WordPress-Themes oder Plugins sowie bei größeren Importen oder Exporten von Daten kann es zu folgendem Fehler kommen, der meist im Backend angezeigt wird:

Fatal Error: Maximum Execution Time of XX Exceeded in XXX

Das bedeutet: Die Zeit, die ein PHP-Skript laufen darf, wurde überschritten. Oft geschieht dies auch beim Import von vielen Produkten in WooCommerce oder Export von Bestelldaten.

Lösung: Die max_execution_time erhöhen. Ein Hinweis vorweg: Im Normalfall reicht die vom Hoster vorgegebene Laufzeit aus. Um unnötig lange Ladezeiten und Probleme zu vermeiden, sollte die Max Execution Time nur in Einzelfällen (z.B. für einen großen Datei-Upload) hochgesetzt und danach wieder heruntergesetzt werden.

Bei RAIDBOXES kannst du über die BOX-Einstellungen die max_execution time für das Frontend und das Backend separat einstellen:

Max Execution Time

Bei anderen Hostern reicht es oft, via S/FTP die .htaccess zu bearbeiten und dort die Zeile php_value max_execution_time 300 einzufügen. Hier steht die 300 für die Sekunden, die ein Skript maximal laufen darf. In diesem Fall 5 Minuten.

WordPress-Fehler #2: Probleme mit SSL

WordPress-Fehler_SSL

Spätestens seit Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) im Mai 2018 sollte ein SSL-Zertifikat für dich zum Pflichtprogramm gehören. Nicht umsonst geben die meisten Browser inzwischen eine Warnmeldung aus, wenn eine Webseite nicht verschlüsselt ausgeliefert wird. Umso ärgerlicher ist es, wenn es bei deiner WordPress-Seite zu SSL-Fehlern kommt.

Mögliche Ursachen und Lösungen für SSL-Probleme

Ursache 1: Zertifikat nicht mehr aktuell

Spätestens mit den kostenlosen Zertifikaten von Let’s Encrypt sollte dieser Fehler eigentlich der Vergangenheit angehören. Es gibt aber bestimmte Zertifikatstypen, die eine Laufzeit besitzen. Wenn diese abgelaufen ist, entsteht unter Umständen ein SSL-Fehler.

Lösung: Am einfachsten ist die Einbindung eines SSL-Zertifikats ohne Laufzeit, welches manche Hoster wie auch RAIDBOXES kostenfrei ausliefern und automatisch verlängern. Wird dieser Service nicht von deinem Hoster angeboten, musst du dich manuell um eine Verlängerung des Zertifikats kümmern. Dazu legst du dir am besten eine Termin-Erinnerung an und meldest dich rechtzeitig beim Anbieter deines Zertifikats, um dieses zu erneuern.

Ursache 2: Domain noch nicht auf Zertifikat eingetragen

Wenn ein SSL-Zertifikat ausgestellt wird, legt man fest, für welche Domains dieses Zertifikat gelten soll. So kann eine mögliche Eintragung http://domain.de sein. Wird dann hinterher noch eine Weiterleitung von http://www.domain.de oder eingerichtet, hat diese Domain kein SSL und es wird ein Fehler ausgegeben.

Lösung: Die neue Domain muss im SSL-Zertifikat hinzugefügt und dieses danach erneuert werden. Da dies ein eher aufwändiger und komplizierter Prozess ist, solltest du dafür deinen Hosting-Anbieter kontaktieren.

Bei RAIDBOXES reicht es, nach dem Hinzufügen der zusätzlichen Domains in den BOX-Einstellungen SSL aus- und wieder anzuschalten.

Ursache 3: Mixed Content Fehler

Wenn in WordPress SSL eingerichtet wird, muss standardmäßig die http:// Adresse in der Datenbank durch https:// ersetzt werden. Bei RAIDBOXES läuft dies beim Anstellen von SSL automatisch. In circa 5-10 Prozent der Fälle kann es dennoch passieren, dass es noch Ressourcen gibt, die über HTTP geladen werden. Das kann z.B. bei hardgecodeten Bildern oder CSS/JS-Dateien der Fall sein. In Chrome ist die URL dann grau und nicht grün.

HTTPS-Adresszeile Browser

Problemanalyse und Lösung:

Zunächst musst du überprüfen, ob du tatsächlich Mixed-Content-Fehler auf deiner Seite hast.

  1. Drücke auf deiner Website F12 (auf dem MAC CMD+F12) und es öffnet sich die Entwicklerkonsole. Unten in der “Console” erscheinen gelb hinterlegt Felder mit “Mixed Content“:
    Mixed Content Fehler
  2. Mache nun ein Backup deiner Seite. Bei RAIDBOXES legst du dies einfach in deinen BOX-Backups im Dashboard an.
  3. Installiere dir das Plugin Better Search Replace. Nach der Aktivierung findest du das Plugin unter “Werkzeuge” -> “Better Search Replace”.
    In das Feld “Suchen nach” trägst du: http://
    und in “Ersetzen durch”: https://
    Dann wählst du im Tabellen-Feld alle Tabellen aus und unten bei “Testlauf?” sollte der Haken drin sein.
    Better Search Replace
    Klicke nun ganz unten auf “Suchen/Ersetzen starten”
  4. Wenn der Testlauf einige Tabellen gefunden hat, kannst du den Haken bei “Testlauf?” entfernen und den echten Lauf starten.
  5. Nachdem der echte Lauf beendet ist, überprüfe erneut auf der Seite, ob du noch Mixed-Content-Fehler hast (siehe Schritt 1).
  6. Falls immer noch Mixed-Content-Fehler auftreten, sieh im Quelltext nach, wo die Ressourcen noch mit “http” statt “https” eingebunden werden und ersetzte diese entsprechend.

WordPress-Fehler #3: 504 Gateway Time-Out

WordPress-Fehler_Gateway-Timeout

Ein 504 Gateway Time-Out Fehler kann recht häufig vorkommen, wenn du eine Vielzahl von Plugins hast, die je nachdem auch mit externen Diensten kommunizieren. Die Fehlermeldung bedeutet, dass ein PHP Prozess länger als 30 Sekunden benötigt.

Als Webseitenbesitzer wird der Fehler häufig direkt mit einem Problem auf dem Server in Verbindung gebracht. Dies ist aber nicht immer der Fall.

Mögliche Ursachen und Lösungen für 504 Gateway Time-Out

Ein 504 Gateway Time-Out Fehler kommt zustande, wenn ein Server, der als Gateway fungiert, also der Server, der eine Verbindung zu einem anderen herstellt, eben diesen anderen Server nicht in einer festgelegten Zeit erreichen kann.

Diese Fehler kann von einer Vielzahl von beteiligten Elementen hervorgerufen werden. Es kann dein lokales Netzwerk sein, dein Browser, dein ISP (Internet Service Provider), dein Webserver oder gar ein Drittanbieter-Plugin oder Theme.

Ursache 1: Lokales Problem

Browser-Einstellungen umgestellt, einen Proxy aktiviert, dein Internetanbieter hat Probleme, dein lokaler DNS-Cache ist veraltet und viele weitere Möglichkeiten können diesen Fehler verursachen.

Lösung: Teste die URL auf der Website http://www.isitdownrightnow.com/Solltest du die Meldung erhalten, dass die Website online ist (“DeineUrl.de” is UP and reachable), liegt ein lokales Problem vor.

Server Status Check_Up

Wenn das Ergebnis des Tests aber lautet “DeineUrl.de” is DOWN, dann deutet dies auf ein Problem mit deinem DNS, deinem Webserver oder einem WordPress-Plugin oder Theme hin.

Server Status Check_Down

Ursache 2: DNS-Probleme

Das DNS (Domain Name System) ist dafür verantwortlich, deine URL (wie zum Beispiel raidboxes.de) in eine IP (z.B. 94.130.145.82) umzuwandeln.

Bei einer Neuregistrierung oder einem Domain-Umzug kann es etwas dauern, bis alle Rechner, DNS-Server und Provider die Anpassung erkannt haben. Dies kann unter Umständen bis zu 24 Stunden dauern.

Lösung: Zunächst solltest du auf ein lokales Problem überprüfen. Leere dazu deinen DNS-Cache:

Um deinen DNS-Cache auf deinem Geräte zu leeren, öffne zunächst folgendermaßen deine Kommandozeile.

  • Windows: [Win-Taste + R] drücken, dort cmd eingeben und Enter drücken
  • Mac: Terminal starten über das Dock auf Programme > Dienstprogramme > Terminal

Dann gibst du Folgendes ein:

  • Windows: ipconfig /flushdns
  • Mac: dscacheutil -flushcache

Danach ist dein lokaler DNS-Cache geleert und du kannst es erneut versuchen.

Sollte der Fehler weiterhin bestehen, schau nach, was andere Server auf der Welt dazu sagen. Hierzu geh auf www.whatsmydns.net und gib die URL in die Suchzeile ein (Hinweis: Bitte stelle sicher, dass im zweiten Auswahlfeld “A” ausgewählt ist, damit auch nur der A-Record überprüft wird. Dieser ist für die korrekte Auflösung des Domain-Namens zur IP-Adresse zuständig. Danach starte den Scan!

DNS-Check

Wenn der DNS-Record bei allen Servern aktuell ist, solltest du überall einen grünen Haken und dieselbe IP sehen. Diese IP sollte in den meisten Fällen auf die IP deines Servers zeigen (Ausnahme: Wenn ein CDN vorgeschaltet ist).

Werden Fehler in Form eines roten “X” angezeigt, hat dieser Server noch nicht den richtigen Eintrag. Falls dort unterschiedliche IPs stehen, hat der Server noch den alten Eintrag und noch nicht auf den neuen aktualisiert. Hierbei hilft nur Abwarten.

Ursache 3: Server-Problem (z.B. Leistung oder Hoster)

Besucherintensive Websites und E-Commerce-Seiten wie Shops auf denen WooCommerce läuft, generieren sehr viele Anfragen an den Server, die sich aufgrund ihres Inhalts nicht cachen lassen und so zu einer hohen Serverlast führen – bis hin zum Zusammenbruch des Servers.

Lösung: Wenn die Leistung deines Hosting-Pakets für deine Webseite nicht ausreicht, kann es sein, dass du dieses upgraden musst. Alternativ hilft oft schon der Wechsel zu einem anderen Hoster, dessen Server-Architektur bessere Performance bietet. Gerne kannst du mit deiner WordPress-Seite kostenfrei einen Testumzug zu RAIDBOXES durchführen. Hierbei wird deine Live-Seite in ihrem Betrieb nicht gestört, denn du bekommst eine völlig eigene Umgebung mit eigener URL, die nicht von Suchmaschinen indexiert wird. In über 80 Prozent der Fälle gibt es hier eine deutliche Leistungssteigerung und eine Reduzierung der 504-Fehler auf 0.

Ursache 4: Traffic-Spam, DDOS-Attacken, Bot-Angriffe

DDOS-Attacken und SPAM-Traffic können deine Seite zum Absturz bringen, da sie so viele (ungecachte) Aufrufe generieren, dass dein Server zusammenbricht.

Lösung: Um solche Angriffe zu filtern, hilft oft ein CDN wie Cloudflare, welches die Zugriffe auf deine Website filtert und Spam-Bots und Angriffe blockiert. In ganz hartnäckigen Fällen kannst du die IP-Adressen der Angreifer vom Zugriff auf deine Website ausschließen (blockieren).

Bei RAIDBOXES kannst du dies ganz einfach über deine BOX-Einstellungen erledigen:

IP-Blocking_RAIDBOXES

Ursache 5: Probleme mit Plugins und Themes

In Einzelfällen können sehr lang andauernde Anfragen von Plugins oder Themes zu 504 Gateway Time-Out Fehlern führen. Wenn du gerade ein Theme oder Plugin geupdatet hast, versuche dies zunächst zu deaktivieren.

Bei RAIDBOXES kannst du dies über deine Plugin/Theme-Einstellungen deiner BOX machen – auch, wenn du nicht mehr in dein WordPress-Backend kommst.

RAIDBOXES_Plugin und Theme-Verwaltung

Falls du bei anderen Hostern keinen Zugriff auf dein WordPress-Backend hast, kannst du dich via S/FTP verbinden und im Ordner ../wp-content/themes oder ../wp-content/plugins das entsprechende Theme/Plugin suchen und den Ordner umbenennen. Dies deaktiviert automatisch das entsprechende Element.

Wenn du dir nicht sicher bist, welches Plugin oder Theme das Problem verursacht, wechsle zunächst auf ein Standard-Theme wie twentyseventeen.

Wenn das Problem dadurch behoben ist, liegt es höchstwahrscheinlich am Theme oder an einer Verbindung von Theme und Plugins. Wende dich hierzu an den Hersteller des Themes. Falls nicht, deaktiviere alle Plugins und aktiviere sie nach und nach wieder, bis du das entsprechende “Problem-Plugin” ausgemacht hast.

Versuche dann, dieses Plugin neu zu installieren. Sollte das auch nicht helfen, wende dich an den Plugin-Hersteller.

WordPress-Fehler #4: Error Establishing a Database Connection

Error Establishing a Database Connection

Der “Establishing a Database Connection”-Error ist ein Super-GAU unter den WordPress-Fehlern. Die Fehlermeldung bedeutet, dass dein Server keinen Zugriff mehr auf die Datenbank hat oder diese nicht mehr erreichen kann.

In deiner WordPress-Datenbank werden nahezu alle Informationen gespeichert, die deine Seite braucht, um korrekt zu laufen. Nicht nur die Inhalte deiner Seiten und Beiträge, sondern auch Login-Informationen deiner Benutzer sowie Plugin- und Theme-Einstellungen werden in der Datenbank hinterlegt.

Lediglich Bilder, Plugin- und Theme-Dateien und WordPress-Core-Dateien werden nicht in der Datenbank, sondern im Dateisystem deiner Website, welches du z.B. über S/FTP erreichst, abgelegt.

Mögliche Ursachen und Lösungen für Error Establishing a Database Connection

Wenn deine Seite weiß bleibt und nur die Fehlermeldung “Error Establishing a Database Connection” erscheint, kann deine Seite also keine Verbindung zu deiner Datenbank aufbauen oder die nötigen Informationen fehlen oder sind falsch. Meist kannst du dich in diesem Fall auch nicht mehr in das WordPress-Backend einloggen.

Ursache 1: Falsche Daten in der WP-Config

Meist sind es einfach falsche Informationen zur Datenbankverbindung, die den Error verursachen. Dieser Fehler kommt häufig nach einem Umzug auf einen neuen Server oder Hoster vor und ist recht einfach zu beheben:

Lösung: Bei allen systemrelevanten Fehlern (und dazu zählt dieser ganz besonders!), solltest du vorher ein Backup deiner Seite anlegen. Kunden bei RAIDBOXES legen einfach ein manuelles Backup in ihren BOX-Backups an. Bei anderen Hostern musst du gegebenenfalls die gesamte Seite oder zumindest die Dateien, die du änderst, vorher lokal bei dir sichern.

Nun besorgst du dir die Informationen, die nötig sind, um eine Verbindung zur Datenbank herzustellen. Diese sind:

  • Datenbankname (DB_NAME)
  • MySQL User-Name (DB_USER)
  • MySQL User-Passwort (DB_PASSWORD)
  • MySQL Hostname (DB_HOST) [Das ist der Server]
  • Table-Prefix ($table_prefix) [meist ‘wp_’]

In der Regel kannst du diese Informationen im Dashboard deines Hosters finden. Meist werden nicht alle Informationen benötigt. Bei RAIDBOXES brauchst du zum Beispiel nur den Table-Prefix, da die restlichen Einträge automatisch ausgelesen und gesteuert werden.

Wenn du die nötigen Informationen hast, lade dir via S/FTP die “wp-config.php” aus dem Hauptverzeichnis deiner WordPress-Installation herunter, erstelle lokal eine Kopie davon als Backup und bearbeitest das Original z.B. mit Notepad++.

Dort findest du folgende Zeilen (Hinweis: $table_prefix wird nicht in allen Fällen dabei sein):

WP-Config

Diese Informationen gleichst du mit den Infos ab, die du dir soeben besorgt hast.

Speicher diese Änderungen und lade die Datei wieder in das Hauptverzeichnis deines Servers (überschreibe dabei die Originaldatei, du hast ja ein lokales Backup).

Wenn die Informationen nun stimmen, solltest du deine Website wieder normal nutzen können.

Ursache 2: Datenbank fehlerhaft

Unter Umständen hat sich in deiner Datenbank ein Fehler eingeschlichen.

Lösung: WordPress kann möglicherweise automatisiert die Datenbank reparieren. Rufe dazu DEINEURL.de/wp-admin auf. Wenn dir hier angezeigt wird, dass deine Datenbank repariert werden kann, ergänze direkt vor “/* That’s all, stop editing! Happy blogging. */” folgende Zeile in die WP-Config:

define(‘WP_ALLOW_REPAIR’,true);

Danach rufe DEINEURL.de/wp-admin/maint/repair.php auf.

Falls dies deine Probleme behebt, vergiss nicht, die Zeile wieder aus der wp-config.php zu entfernen.

Ursache 3: Probleme mit deinem Hoster

Unter Umständen ist der SQL-Server gerade down und nicht erreichbar. Gegebenenfalls ist auch ein Maximum bezüglich einer Datenbankgröße erreicht. Oder die Ressourcen deines Hosting-Anbieters sind aufgebraucht.

Dies kommt leider häufig bei Shared-Hosting vor. Denn dort teilst du dir einen Server mit vielen anderen Webseiten.Wenn dort eine Seite sehr viele Ressourcen verbraucht, geht das natürlich zu Lasten deiner Seite. Aus diesem Grund empfehlen wir immer, ein speziell auf WordPress angepasstes High-Performance-Hosting, damit es nicht zu solchen Überlastungen kommt.

Lösung: Kontaktiere deinen Hosting-Anbieter oder schau auf dessen Status-Seite (wenn vorhanden), ob es momentan Probleme mit dem Server gibt. Lasse dir gegebenenfalls die CPU-Last vom Anbieter anzeigen und dich bei zu hoher Last auf einen anderen Server wechseln. Sollte dies keine Besserung bringen, solltest du den Wechsel zu einem anderen Hoster in Betracht ziehen.

Fazit

Jeder WordPress-Nutzer kennt den Anflug von Panik, wenn man plötzlich vor einem weißen Bildschirm sitzt oder sich nicht mehr in das WordPress-Backend einloggen kann. Wichtig dabei ist: Bewahre einen kühlen Kopf, gehe der Ursache systematisch auf den Grund und arbeite dann die entsprechenden Schritte für die Lösung des Problems ab. Ich hoffe, dass dich dieser Artikel zukünftig beim Analysieren und Beheben dieser typischen WordPress-Fehler unterstützen kann.

Mit welchem WordPress-Problem musstest du dich bisher am meisten herumschlagen? Lasse mir gerne dein Feedback in den Kommentaren da.

Du möchtest unsere neusten Artikel und News rund um WordPress erhalten?

Dann abonniere jetzt unsere kostenlosen WP-News!

Ja, ich bin mit der Datenverarbeitung einverstanden.

Wenn du fortfährst, stimmst du unserer Cookie-Richtlinie zu.